
Mit dem Musiktheaterprojekt Totenwache greift die künstlerische Leitung Christine Vogt Rituale am Lebensende auf. Ausgehend von der Erkenntnis, dass ehemals vertraute Rituale rund um den Tod hierzulande zunehmend verschwinden, widmet sich die Inszenierung auch Traditionen aus anderen Kulturkreisen. Dabei treten Vergessenes und Verschwiegenes zutage. Der Tod selbst wird zum Mitspieler – und es stellt sich die Frage: Wer wacht eigentlich über wen?
Diese Inszenierung bildet den Abschluss einer Trilogie: In Passagiere (2023) standen Lieblingsgegenstände älterer Menschen im Mittelpunkt, die große Erzählräume öffneten. Die Anprobe (2024) befasste sich mit dem letzten Kleid und der Vorstellung vom Jenseits. In Totenwache erforschen die PAPILLONS, wie eine zeitgemäße kollektive Trauerarbeit aussehen kann – kreative und lebensbejahende Rituale entstehen.


